
Ich bin jemand, der nach einem vollen Wochenende am liebsten erstmal einen freien Tag braucht. Deshalb frage ich mich jetzt, beim Monatsrückblick auf den Mai, wie das alles in einunddreißig Tage gepasst hat. Mädelswochenende in Würzburg, Familienausflug nach Berlin, Wanderungen in der Sächsischen Schweiz – und das alles zwischen Schulalltag, Muttertag, Vatertag und unserem 10. Hochzeitstag.
Am liebsten hätte ich den ganzen Monat in zwei Hälften geteilt und zeitlich verdoppelt, um alles richtig genießen zu können. Aber irgendwie hat es funktioniert. Wie immer.
Das haben wir diesen Monat unternommen
Der Mai hatte es in sich. Und das im allerbesten Sinne.
Den Auftakt machte ein Mädelswochenende in Würzburg über den 1. Mai. Zum ersten Mal in 15 Jahren Freundschaft haben wir fünf ehemaligen Schulfreundinnen nicht auf ein Weihnachtstreffen in der alten Heimat gewartet, sondern uns etwas Neues ausgedacht. Das Ziel war dabei fast nebensächlich, denn was zählt, ist das Füreinander-Zeit-Nehmen. Und das war wunderschön!
Und weil der Mai so viele Feiertage zu bieten hat, waren wir auch als Familie viel unterwegs. Über Pfingsten zog es uns nach Berlin. Ausgelöst von gewonnenen Gästelistenplätzen für ein TWICE-Konzert wurde dann ein ganzes Familienwochenende daraus. Nicht alles hat funktioniert wie geplant, aber dafür haben wir alle viele neue Erinnerungen geschaffen.
Auch die Sächsische Schweiz hat mich im Mai gleich mehrfach gelockt. Am Himmelfahrtswochenende wanderten wir zu viert auf die Schrammsteine und wurden mit einer Wahnsinnaussicht belohnt, die ihr euch bei Gelegenheit am besten selbst anschauen kommt. Gleichzeitig wurde uns mal wieder bewusst, dass um diese Jahreszeit Hauptsaison im Elbsandsteingebirge ist und die gängigen Attraktionen wirklich sehr voll sein können. Schön war es trotzdem.
Und während die Kinder am letzten Maiwochenende ihre Zeit mit Oma und Opa in Görlitz genossen, machte ich mich auf den Weg zum Prebischtor auf der tschechischen Seite des Elbsandsteingebirges. Ein Felsbogen mitten im Wald und wunderbar ruhig ohne Kinderfragen im Rücken.





Diese Events haben wir (bewusst) verpasst
- Dresdner Frühjahrsmarkt: Solche Märkte finden in regelmäßigem Abstand auf dem Altmarkt statt und wie immer haben wir auch diesen nur am Rand mitgenommen. Genauer gesagt für einen Baumstriezel als Vesper. Lecker!
- Dixieland-Festival: Noch so ein Event, das wir jedes Jahr irgendwie verpassen. Nächstes Jahr findet es zum 55. Mal statt – vielleicht schaffen wir es zum Jubiläum endlich hin.
- Konzert von Purple Disco Machine im neu sanierten Zwingerhof: Das hätte sich angeboten, denn der Dresdner DJ hat gleich viermal aufgelegt, nachdem die ersten drei Termine so schnell ausverkauft waren. Wir waren an dem Wochenende in Berlin und haben das Heimspiel damit verpasst. Nächstes Mal.
Alltag zwischen Elbe, Schule und Zuhause
Irgendwie gab es im Mai nur wenig alltäglichen Alltag, denn ein Event jagte das nächste. Wenn wir nicht unterwegs waren, feierten wir: Muttertag, Vatertag und dazu noch unseren 10. Hochzeitstag. Dazwischen haben wir viel Eis gegessen und uns vom Unterwegssein ausgeruht. Und wir haben mit den Kindern Fotos gemacht, die wir dann mit KI so verändert haben, dass beide Zauberschüler von Hogwarts waren. Ein sehr spannendes und lehrreiches Experiment für die Kinder.
Gegen Ende des Monats entdeckten wir Pokémon Go für uns. Seitdem sind nicht nur die Kinder fleißig dabei, die Gegend zu erkunden und neue Pokémon zu fangen. Ich sage mal so: Es gibt schlechtere Gründe für einen Spaziergang.
Beruflich habe ich mich weiter in mein kreatives Hortangebot – die Storydetektive – eingelebt. Langsam entwickle ich ein Gespür dafür, was den Kindern mehr Spaß macht und was weniger. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich didaktisch noch etwas Tempo rausnehmen muss. Aber ich bin dankbar für die Erfahrungswerte, denn das Programm geht auf jeden Fall in nächsten Schuljahr in die Verlängerung und wird vielleicht sogar in den Sommerferien als „Special“ angeboten.



Mein Dresden-Moment des Monats
Wart ihr schon einmal als Tourist in eurer eigenen Stadt unterwegs? Na klar, Museen besuchen wir ab und zu. Aber durch die Altstadt streifen mit dem Touristenblick – das haben wir bisher nie gemacht. Weil die Kinder es sich gewünscht haben, zogen wir einen Nachmittag los auf Entdeckungstour. Das Fazit am Ende war gemischt: Die Kinder hatten sich eigentlich Touristensachen erhofft, die sie noch gar nicht kennen und an der Frauenkirche kommen wir ja doch das ein oder andere Mal vorbei. Was uns dann aber wirklich begeistert hat war ein Abstecher auf die Kreuzkirche, von der aus wir eine grandiose Aussicht über die ganze Stadt genossen haben.


Fazit & ein Blick nach vorn
Der Mai hatte viel zu bieten. Vielleicht sogar etwas zu viel. Ob das klug war? Darüber lässt sich streiten. Ob es schön war? Aber hallo! Und jetzt brauche ich den Juni, um mich davon zu erholen.
Wobei… So richtig ruhig wird der auch nicht werden. Mein Sohn hat in wenigen Tagen Geburtstag, was bedeutet: Kuchen backen, Familienfeiern und den Kindergeburtstag mit Freunden organisieren. Dazu stehen bei beiden Kindern Jahresabschlussfeiern mit der Klasse an und das große Hortfest wirft ebenfalls seinen Schatten voraus. Mitte Juni geht es für uns in die Junge Garde zum Deine-Freunde-Konzert. Ich bitte hiermit schon mal ganz offiziell um trockenes Wetter! Und am letzten Juniwochenende lockt die Lange Nacht der Wissenschaft in Dresden. Irgendwie hat der Kalender entschieden, dass das Durchatmen auf Juli verschoben wird.
Wobei… Da klopft dann auch schon der große Urlaub nach Island an die Tür. 😉

Und was sagen die Blogziele?
Der Mai gab mir die schönste Gelegenheit in Erinnerungen zu schwelgen, als ich den Artikel zu unserem 10. Hochzeitstag geschrieben habe. Da eine Woche später unsere Beziehung zusätzlich 18 Jahre alt wird, konnte ich ganz tief in die Vergangenheit eintauchen. Ich liebe es, mir die ganzen alten Fotos anzuschauen. Zusätzlich sind im Mai weitere 5 Artikel entstanden. Zu Einem hat mich meine Tochter inspiriert: Wie fühlt es sich eigentlich an, Mama zu sein?
Und dann – Trommlwirbel – habe ich es im Mai tatsächlich geschafft, meinen allerersten Newsletter zu verschicken, nachdem ich das Programm bereits im Februar aufgesetzt hatte. Dazu habe ich mein eigens erstelltes Workbook veröffentlicht. Ich bin unglaublich stolz auf mich, dass ich das geplant und seitdem wöchentlich durchgezogen habe. Denn wie beim Blogartikel schreiben gilt auch hier: je öfter man es macht, desto einfacher wird es.
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