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Monatsrückblick: Unser Juli 2026 in Dresden

Monatsrückblick - unser Juli 2026 in Dresden
Unser Juli war ein bisschen wie diese Schnecke – langsam und sehr entspannt

Im Juni habe ich darüber geschrieben, dass mein Blog ein Jahr alt geworden ist. Aber soll ich euch etwas verraten? Innerhalb dieses einen Jahres habe ich nicht einen der zahlreichen Artikel weit im Voraus geschrieben und die Veröffentlichung vorgeplant. Bis heute. Denn wenn dieser Monatsrückblick online geht, stehen wir vielleicht gerade am Háifoss, dem mit 122 Metern dritthöchsten Wasserfall des Landes.

Ehrlich gesagt fühlt sich das ziemlich ungewohnt an. Sonst weiß ich beim Schreiben genau, wovon ich berichte, dieses Mal schreibe ich quasi blind in die Zukunft und hoffe, dass Island und das Wetter mitspielen. Aber vielleicht passt genau das zu diesem Monatsrückblick, denn der Juli selbst war für uns ein Monat ohne große Pläne und mit viel Raum für das, was gerade kommt.


Das haben wir diesen Monat unternommen

Mein erster Impuls ist: Nichts. Aber natürlich fühlt es sich nur im ersten Moment so an, weil die großen Ausflüge und Highlights fehlen. Gleichzeitig war genau diese Ruhe das, was ich gebraucht habe. Die erste Jahreshälfte war aufregend gewesen und hielt fast jeden Monat eine kleinere oder längere Reise für uns bereit. Deshalb kann ich euch sagen: Ich habe dieses Nichtstun genossen. Denn wir hatten endlich mal wieder richtig Zeit für die kleinen Dinge des Alltags, auf die ich weiter unten noch genauer eingehe.

Wenn dieser Artikel online geht, sind wir schon seit fünf Tagen auf Island. Vermutlich haben wir bereits eine Lavahöhle erforscht, die Landschaft vom Rücken eines Islandpferdes genossen, einen Geysir beim Ausbrechen beobachtet und über die Vielfalt der Wasserfälle gestaunt. Die Berichte dazu gibt es ab Mitte August hier auf dem Blog. Ich schätze, ich werde gar nicht hinterherkommen, meine vielen Eindrücke aufzuschreiben.

Monatsrückblick - unser Juli 2026 in Dresden - Besuch Königshain
Wir beim Besuch der Familie in Königshain

Diese Events haben wir (bewusst) verpasst

Alle – wir haben den Juli zur Reisevorbereitung und Erholung genutzt. Hier kommt trotzdem eine kleine Auswahl:

  • Schaubudensommer: Vom 7. bis 9. Juli hat das Straßenkunst-Festival wieder die Hauptstraße in der Neustadt in eine Bühne für Artistik, Theater und Performance verwandelt, jeden Abend von 15 bis 22 Uhr. Das war genau die Woche, in der die Kinder ganztägig im Basketball-Feriencamp waren. Ihr habt bestimmt au schonmal Basketball gespielt und könnt euch deshalb vorstellen, wie groß die Energiereserve am Abend war.
  • Harley Days 2026: Vom 24. bis 26. Juli verwandelte sich das Ostragehege in ein Meer aus Motorrädern, mit Custombike-Show und einer großen Parade durch die Innenstadt. Das war genau das Wochenende vor dem Start unserer Islandreise – weshalb bei uns vor allem Packen auf dem Programm stand. Und ehrlich gesagt ist ein lautes Motorrad-Festival ohnehin eher etwas für andere Familien als für uns.
  • Schlössernacht Dresden: Wenn die Kinder größer sind, möchte ich dort hingehen. Die drei Dresdner Elbschlösser sehen auf den Fotos wundervoll beleuchtet aus. Aber da es momentan spät dunkel wird und das Feuerwerk erst 23 Uhr startete, passt das für uns einfach von der Uhrzeit noch nicht.


Alltag zwischen Elbe, Schule und Zuhause

Alltag hatten wir im Juli richtig viel! Und vor allem Zeit im Alltag für unspektakuläre Dinge, die sonst hinten runterfallen. Zum Beispiel haben wir unserem Zuhause etwas Liebe geschenkt. Die Kinder hatten sich Zelte für ihre Betten gewünscht, also sind wir an einem Samstag zur Shoppingtour in den Elbepark gefahren. Ein Samstag im IKEA ist vielleicht nicht die beste Idee, aber tatsächlich kamen wir sehr schnell durch, weil wir genau wussten, was wir wollten. Dazu gab es gleich noch ein Paar Wanderschuhe für die Kinder, die wir dringend für den Islandurlaub brauchen.

Auch hatten die Kinder viel Freude an Handarbeiten im weitesten Sinne. Wir haben Stoff zugeschnitten und neue Halstücher genäht, und beide wollten unbedingt einen Schal für ihre Kuscheltiere häkeln. Der Umgang mit der Häkelnadel ist aber anstrengender als zunächst vermutet, weshalb das Projekt halbfertig im Schrank liegt. Und natürlich haben wir die Zelte für die Betten aufgebaut. Gar nicht so einfach, obwohl es nur Stoff und Stäbe waren.

Storydetektive, mein kreatives Nachmittagsangebot im Hort, geht erst Mitte August nach den Sommerferien wieder richtig los. Trotzdem habe ich es mir nicht nehmen lassen, auch in den Ferien ein Angebot zu machen, und so haben wir uns an zwei Terminen einmal über Helden und einmal über Bösewichte ausgetauscht.

Ansonsten sind alle froh, dass gerade Ferien sind und deutlich weniger ansteht. Danach starten für die Kinder jeweils neue Sportaktivitäten am Nachmittag. Mein Sohn schließt sich einer Break-Dance-Anfängergruppe an, und meine Tochter probiert über das nächste Schuljahr verteilt sechs verschiedene Sportarten beim Dresdner SC aus, unter anderem Turnen, Leichtathletik und, man höre und staune, Rennrodeln. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie das wird. 😀


Mein Dresden-Moment des Monats

An einem Wochenendtag haben wir uns als Familie kurz getrennt. Während mein Mann und mein Sohn das Lügenmuseum in Dresden erkundet haben, bin ich mit meiner Tochter auf den Waldspielplatz im Albertpark gefahren. Dort gibt es nicht nur tolle Spielgeräte, sondern auch ein Wildgehege mit Damwild und Ziegen sowie einen direkten Zugang zur Dresdner Heide. Wir sind mit anderen Kindern zum Eisenbornbach hinuntergegangen. Der ist aktuell ausgetrocknet, aber das eigentliche Highlight sind die steilen Hänge links und rechts. Meine Tochter hatte großen Spaß daran, einen Hang hochzulaufen und sich auf dem Sand wieder herunterrollen zu lassen. Dazu ein paar Waldhimbeeren direkt vom Strauch, und der Nachmittag war perfekt.


Fazit & ein Blick nach vorn

Der Juli war ein Monat der leisen Töne und im Rückblick hat sich das genau richtig angefühlt. Nach einem Frühjahr voller Reisen hat uns die Ruhe gutgetan, bevor es mit Island noch einmal groß wird. Mir ist dabei aufgefallen, dass diese ruhigen Wochen nicht weniger Erinnerungen hinterlassen haben als die aufregenden Ausflüge der letzten Monate. Nur Andere.

Der August wird dafür wieder voller. Die ersten Islandberichte werden online gehen, Storydetektive startet in eine neue Runde und für die Kinder beginnen die neuen Nachmittagsaktivitäten. Außerdem werde ich mich ab Mitte August – also ebenfalls direkt nach den Ferien – nebenberuflich weiterbilden. Was genau das ist, werde ich später noch berichten.

Und was sagen die Blogziele?
Der Juli war auch für den Blog ein Pausemonat. Da wir wie schon im Juni keine außergewöhnlichen Ausflüge unternommen hatten, gab es diesen Monat keine Pläne für Blogartikel. Entsprechend sind „nur“ 6 Artikel entstanden, unter anderem der Artikel mit unseren Tipps, wie wir als Familie ruhige Orte bei Städtereisen finden.

Stolz bin ich darauf, dass ich im Juli an gleich zwei Blogparaden teilgenommen habe, okay, sonst wären vermutlich noch weniger Artikel entstanden. 😉 Einmal habe ich über meine Kraftorte geschrieben, im zweiten Artikel greife ich noch einmal unseren Familienurlaub an der Opalküste auf, dieses Mal unter dem Motto „Warum uns die Opalküste positiv überrascht hat„.

Zuletzt habe ich es geschafft, meine Eindrücke vom Hortprojekt Storydetektive zu verschriftlichen und am Sommerpausenintermezzo der abc.Etüden teilzunehmen. Normalerweise dürfen die Texte nur 300 Wörter lang sein, doch der Sommertext hat keine maximale Länge. Solange 7 von 12 Begriffen verwendet werden und ein Tier im Text vorkommt, passt es. Deshalb konnte ich die beiden Hauptfiguren, die sich die Kinder im Hort ausgedacht haben, zum Leben erwecken. Das Sommerabenteuer der beiden findet ihr hier: Zeichnungen im Wind.



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