
Während draußen der Sommer eine Pause einlegt und wir uns schon langsam auf den wohlverdienten Urlaub ab der nächsten Woche freuen, habe ich endlich mal wieder Zeit gefunden, mich richtig tief in eine Geschichte hineinzudenken. Anlass ist das Sommerpausenintermezzo der abc.Etüden, für die ich seit Januar 2026 jeden Monat einen kleinen Beitrag verfasst habe.
Um uns Schreibwütige über den Sommer zu bringen, gibt es diesmal statt drei vorgegebenen Begriffen gleich zwölf, aus denen man sich sieben aussuchen darf. Und statt einer maximalen Länge von 300 Wörtern darf der Text unbegrenzt lang sein. Habt ihr euch das wirklich gut überlegt? 😉 Das schreit in meinem Kopf förmlich nach einer fantasievollen Kurzgeschichte, die ich im Anschluss auch meinen Kindern vorlesen kann.
Neben den sieben Begriffen gibt es aber noch eine zweite Bedingung: Im Text muss ein Tier eine wichtige Rolle spielen. Deshalb Vorhang auf für Mika und Lumi. Die beiden Hauptfiguren entstammen der Fantasie der Hortkinder, die regelmäßig an meinem Nachmittagsangebot „Storydetektive“ teilnehmen. Ich durfte sie jetzt hier zum Leben erwecken und es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, die beiden durch einen gemeinsamen Sommernachmittag zu begleiten.
In den Sommerferien brauchte Mika nur zwei Dinge: Ruhe und Zeit zum Zeichnen.
Lumi fand beides ziemlich überbewertet.
Während Mika den Rucksack unter einer alten Eiche abstellte, drehte Lumi bereits die dritte Runde um den Stamm. Sein weißes Fell mit den dunkelbraunen Flecken leuchtete im Sonnenlicht viel zu hell für einen gewöhnlichen Waldbewohner. Mal schnüffelte er im Gras, mal sprang er gegen die rissige Rinde, als hätte sich dort etwas versteckt.
Mir ist langweilig.
„Wir sind noch keine zehn Sekunden hier.“
Eben.
Die Picknickdecke kam als erstes aus dem Rucksack. Mika wollte sie gerade ausbreiten, als Lumi entschlossen ein Ende packte und kräftig daran zerrte. Nach einem kurzen Tauziehen landete sie völlig verdreht auf dem Boden.
Während über dem Asphalt an diesem heißen Sommertag schon ein deutliches Hitzeflimmern lag, war unter dem Baum das Gras noch grün und kühl. Der Platz war weit genug weg vom Spielplatz mit den Mülleimern, die Lumi magisch anzogen. Und weit genug weg von den meisten Menschen. Genau deshalb hatte Mika ihn ausgesucht.
Vor ihm glitzerte der Teich. Zwei Enten dösten am Ufer, den Schnabel tief unter den Flügeln vergraben. Mika setzte sich, zog Skizzenblock und Bleistift aus dem Rucksack und schlug die erste Seite auf.
Was zeichnest du?
„Die Enten.“
Die bewegen sich doch gar nicht.
„Deshalb geht es so gut.“
Lumi ließ sich neben ihn plumpsen und schüttelte sich ausgiebig. Blätter rieselten aus seinem Fell und segelten auf die Decke. Mika sammelte sie wortlos wieder ein.
Auf den ersten Blick sah Lumi fast wie ein gewöhnlicher Fuchs aus. Fast. Sein Fell war überwiegend weiß, aber Beine, Schwanz und die Flecken in seinem Gesicht waren dunkelbraun, so als hätte jemand die Farben vertauscht. Als Mika ihn vor vielen Jahren verängstigt im Wald gefunden hatte, kam ihm direkt „Lumi“ in den Sinn. Schnee auf Finnisch, der Muttersprache seiner Eltern.
Ich finde ja, sie sehen eher schläfrig als zeichnungswürdig aus, fand Lumi und musterte die Enten skeptisch.
Zuerst skizzierte Mika den Stamm der alten Weide am Ufer, dann die Schatten darunter. Die Enten hob er sich für später auf. Sie saßen so still da, dass sie ihm bestimmt nicht davonfliegen würden. Das war das Schöne am Zeichnen. Nach und nach rückte alles andere in den Hintergrund. Das Zirpen der Grillen, das Rascheln der Blätter über ihm und das leise Plätschern des Teichs wurden zu einem einzigen, vertrauten Sommergeräusch. Dazu das beruhigende Kratzen des Bleistiftes auf dem Papier.
Mika?
Er brummte nur.
Wenn ich ganz still sitzen bleibe … zeichnest du mich dann auch?
„Vielleicht.“
Wie lange müsste ich stillsitzen?
„Mindestens zehn Minuten.“
Lumi dachte kurz nach.
Das ist zu lang.
Ein Lächeln huschte über Mikas Gesicht und er verlor sich immer mehr in seiner Zeichnung. Gerade als er den ersten Strich für den Flügel einer Ente setzen wollte, schallte lautes Schnattern über den Teich. Er fuhr zusammen und blickte auf. Die Enten flatterten hektisch davon, als hinter ihnen ein weißes Fellknäuel mit ausgebreiteten Pfoten durchs Schilf sprang.
„Lumi!“
Der Fuchs stoppte mitten in der Bewegung, plumpste auf die Erde und drehte sich zu Mika. Die beiden Enten hatten inzwischen das sichere Wasser erreicht und schwammen schimpfend davon.
Ich hatte sie fast.
„Du weißt schon, dass Enten nicht möchten, dass man ihnen hinterrennt, oder?“
Woher soll ich das wissen? Sie haben es mir nicht gesagt.
Mika suchte nach einer Erwiderung, fand keine und schüttelte nur den Kopf. Währenddessen trottete Lumi zu ihm zurück. Er sah zwar nicht besonders schuldbewusst aus, hatte aber immerhin aufgehört, den Enten hinterherzuschauen. Für ungefähr fünf Schritte, bevor er stehenblieb und seine Schnauze in die Luft reckte.
„Was ist?“
Ich rieche etwas.
Mika schloss seufzend die Augen und musste lächeln.
„Es gab doch gerade erst Mittag.“
Das ist lange her.
„Eine halbe Stunde.“
Eine sehr lange halbe Stunde.
„Du hast drei Portionen gegessen.“
Lumi hob den Kopf und sah ihn ernst an.
Das war Mittagessen.
„Ja.“
Ich rede von jetzt.
Mika schüttelte den Kopf und musste leise lachen. Manchmal wunderte er sich, wie ein so kleiner Fuchs immer Hunger haben konnte.
„Na gut“, sagte er und öffnete seinen Rucksack als Lumi zurück bei der Picknickdecke war. „Aber nur Wasser.“
Er schraubte den Deckel der schon halb leeren Wasserflasche ab. Bei der Hitze drohte eher Wassermangel als Langeweile. Trotzdem goss er etwas in Lumis kleine Schüssel, die er immer dabeihatte, weil ein normaler Fuchs zwar vielleicht aus Pfützen trinken würde, Lumi aber irgendwann beschlossen hatte, dass eine eigene Schüssel viel praktischer war.
Während Lumi zufrieden trank, setzte Mika sich wieder auf die Decke und griff nach seinem Skizzenblock. Die Enten waren zwar verschwunden, aber er wollte wenigstens den Rest der Zeichnung beenden. Zumindest hatte er es vor. Denn gerade als er den ersten Strich setzen wollte, bemerkte er die ungewöhnliche Stille. Die Schüssel war leer, aber Lumi war verschwunden.
„Lumi?“
Keine Antwort.
Resigniert blickte Mika über die Wiese zum nahen Spielplatz. Der Bleistift wanderte hinter sein Ohr, dann stand er auf. Ein ruhiger Nachmittag mit Lumi war ungefähr so wahrscheinlich wie Schnee im August. Nicht weit entfernt saß der Fuchs und beobachtete eine Familie beim Picknick. Genauer gesagt beobachtete er eine große goldbraune Brezel, die mitten auf der Decke lag. Das bedeutete definitiv Ärger.
„Lumi“, zischte er ihm zu.
Der Fuchs drehte sich um und sah unschuldig zu ihm hinüber.
Ich habe sie nur angesehen.
„Du hast gerade angefangen zu sabbern.“
Lumi blickte kurz auf die Brezel und dann wieder zu Mika.
Das ist eine normale Reaktion auf interessante Dinge.
Was bei Lumi meistens Futterneid bedeutete. Mika setzte gerade an, etwas zu erwidern, da rief eines der Kinder etwas und alle drehten sich kurz um. Lumi fixierte die Brezel. Mika wusste genau, was gleich passieren würde und auch, dass er es nicht verhindern konnte. Keine Sekunde später sprang der Fuchs begeistert los.
„Lumi, nein!“
Aber zu spät. Er schnappte sich die Brezel und verschwand zwischen zwei Büschen. Für einen Moment blieb Mika stehen. Er fühlte die Augenpaare aller Menschen im Park auf sich, obwohl niemand bemerkt zu haben schien, was passiert war. Er atmete tief durch und folgte Lumi bis in sein Versteck. Dort fand er ihn mit der Brezel zwischen den Zähnen.

Ich habe geteilt.
Mika blickte auf die Brezel, von der bereits ein großes Stück fehlte.
„Mit wem?“
Lumi sah sich verstohlen um.
Na mit mir, flüsterte er.
Mika starrte ihn an. Dann musste er trotz allem lachen.
„Du bist unmöglich.“
Lumi legte den Kopf schief.
Aber hungrig.
„Du kannst nicht einfach fremden Leuten ihr Essen nehmen.“
Warum legen sie es dann mitten auf eine Decke, wenn niemand es nehmen soll?
Mika öffnete den Mund. Für einen kurzen Moment fiel ihm tatsächlich keine Antwort ein.
„Weil es ihnen gehört“, sagte er schließlich.
Lumi dachte darüber nach.
Auch wenn es dort liegt?
„Ja.“
Auch wenn niemand hinsieht?
„Ja.“
Es folgte eine längere Pause.
Menschen haben viele Regeln.
„Das stimmt.“
Lumi biss noch einmal in die Brezel. Mika hob eine Augenbraue.
„Du weißt schon, dass du sie jetzt nicht mehr zurückgeben kannst, oder?“
Lumi schaute auf das angebissene Stück in seinen Pfoten.
Das wäre wahrscheinlich unhöflich.
„Komm. Wir gehen zurück“, sagte Mika kopfschüttelnd, während er gegen das Lachen ankämpfte.
Lumi trottete neben ihm her, die angebissene Brezel noch immer stolz zwischen den Zähnen. Er wirkte nicht im Geringsten so, als hätte er gerade etwas falsch gemacht. Für ihn war die Sache offensichtlich geklärt. Als sie die alte Eiche erreichten, blieb Mika stehen. Irgendetwas stimmte nicht.
Die Picknickdecke lag noch genauso da wie vorher. Sein Skizzenblock lag an seinem Platz, die Wasserflasche stand neben der Decke und die Sonne schien noch immer warm durch die Blätter. Aber mitten darauf saß eine Krähe und steckte ihren schwarzen Kopf tief in seinen Rucksack.
„Hey!“
Ein paar große Schritte, dazu wild fuchtelnde Arme und die Krähe flatterte erschrocken zur Seite. Für einen Moment sah es so aus, als würde sie einfach davonfliegen. Doch dann entdeckte sie etwas viel Interessanteres. Die Krähe packte mit dem Schnabel eine Ecke des Skizzenblocks und zog daran.
„Lumi!“
Der Fuchs verstand sofort. Ohne zu zögern, rannte er los und schnappte nach der Krähe. Fast hätte er sie erwischt. Doch genau in diesem Moment fuhr eine Böe über die Wiese. Sie war nicht stark genug, um die Krähe zu beeindrucken, aber stark genug, um die Seiten des Skizzenblocks aufzufächern und davonzutragen.
Im nächsten Moment sah Mika nur noch Papier. Seine Zeichnungen wirbelten wild durch die Luft und tanzten über die Wiese. Für einen Moment bewegte er sich nicht. Jemand hatte plötzlich alle Geräusche um ihn herum leiser gedreht. Das Zirpen der Grillen verschwand und auch das Rascheln der Blätter. Sogar Lumi, der neben ihm durch das Gras sprang, schien plötzlich weit entfernt.
Seine Zeichnungen. Alle seine Zeichnungen…
Mika wusste nicht, wie lange er dort stand und die Szene wie von außen beobachtete. Vielleicht waren es nur ein paar Sekunden. Vielleicht auch länger. Zeit fühlte sich plötzlich wie etwas Fremdes an. Manche Blätter landeten im Gras, andere schwebten über dem Weg, wo Spaziergänger sie mit einem Schritt hätten zerknittern können. Auf dem Asphalt hatte jemand mit Straßenkreide ein buntes Sommergraffiti aus Sonnen und Blumen hinterlassen.
Er wusste, dass er sich bewegen sollte, aber sein Körper reagierte nicht. Was für andere nur bemaltes Papier war, war für ihn ein kostbarer Schatz. Niemanden ließ er an seinen Gedanken teilhaben. Wenn sich jemand neben ihn setzte, klappte er den Block schnell zu. Und wenn jemand fragte, was er zeichnete, drehte er die Seiten schnell um.
Mika?
Etwas stupste kalt gegen seine Hand und holte ihn zurück in die Realität.
„Was, wenn jemand sie findet?“, flüsterte Mika.
Der Fuchs legte den Kopf schief.
Dann findet jemand Zeichnungen.
Mika sah ihn an.
„Du verstehst das nicht.“
Lumi dachte kurz nach.
Nein. Aber ich habe deine Bilder manchmal gesehen.
Mika schluckte. Ein weiterer Windstoß trug eine Seite über die Wiese.
Und ich finde sie gut.
Mika spürte, wie etwas in seiner Brust lockerer wurde. Nicht viel und doch genug, dass er wieder freier atmen konnte. Einmal. Zweimal. Dann nickte er und rannte gemeinsam mit Lumi los. Die ersten Sekunden wusste Mika gar nicht, wohin er schauen sollte. Überall bewegte sich Papier. Zwischen den Grashalmen, unter den Büschen und auf dem Weg, der am Teich entlangführte. Es fühlte sich an, als hätte der Wind alle seine Gedanken über die ganze Wiese verteilt.

Hab eine!
Der Fuchs kam mit einem Blatt zwischen den Zähnen vorsichtig zurückgetrabt. Es war eine Zeichnung von Lumi. Aber nicht irgendeine, sondern die erste, die er von ihm gemacht hatte. Damals war der Fuchs noch klein gewesen und hatte versucht, mit einem Igel zu spielen. Die Linien waren nicht perfekt. Lumis Pfoten waren viel zu groß und der Kopf etwas schief. Mika erinnerte sich genau daran.
Lumi betrachtete die Zeichnung ebenfalls.
Da war ich kleiner.
„Ja.“
Und niedlicher.
Mika sah ihn ernst an und hob eine Augenbraue.
„Du bist heute genauso anstrengend wie damals.“
Lumi dachte kurz darüber nach.
Das ist vermutlich ein Kompliment.
„Vielleicht.“
Für einen kurzen Moment fühlte sich alles wieder normal an. Doch dann blickte Mika auf den kleinen Stapel in seiner Hand. Beim Zählen bildete sich eine tiefe Furche zwischen seinen Augenbrauen.
„Es fehlen zwei.“
Lumi wurde still. Gemeinsam suchten sie weiter, bis sie den Rand des Spielplatzes erreichten. Sie suchten auch beim Barfußpfad, wo Kinder über Kies und Rindenmulch balancierten, doch leider ohne Erfolg. Seine Zeichnungen konnten überall sein, vielleicht hielt gerade jemand eines seiner Bilder in der Hand. Der Gedanke ließ seine Finger kalt werden.
„Entschuldigung?“, erklang eine leise Stimme hinter ihm.
Mika drehte sich um. Nur ein paar Schritte entfernt stand ein Mädchen. Sie war ungefähr in seinem Alter und hielt zwei Blätter in der Hand. Ihr Haar war vom Wind zerzaust und in ihrem Gesicht lag ein vorsichtiges Lächeln, als wäre sie sich nicht sicher, ob sie ihn stören durfte. Sein Blick wanderte sofort zu den Zeichnungen. Als er seine Bilder erkannte, begann sein Herz augenblicklich schneller zu schlagen.
„Sind das deine?“
Für einen Moment brachte er kein Wort heraus. Dann nickte er. Das Mädchen trat einen Schritt näher und hielt ihm die Blätter hin.
„Die lagen vorhin auf dem Weg. Ich dachte, jemand sucht sie bestimmt.“
Mika nahm sie stumm entgegen, ohne den Blick von den Zeichnungen zu lösen. Die erste zeigte Lumi, wie er im hohen Gras stand und aufmerksam in den Wald blickte. Die zweite war eine angefangene Zeichnung der Freiheitsstatue von New York. Mika hätte sie so normalerweise niemandem gezeigt.
„Sie sind voll schön“, sagte das Mädchen.
„Was?“, krächzte Mika. Er räusperte sich und blickte auf.
Das Mädchen ihm gegenüber zuckte mit den Schultern. Das Lächeln in ihrem Gesicht wurde so groß, dass es fast von einem Ohr zum anderen reichte.
„Deine Zeichnungen. Du kannst das richtig gut.“
Er wusste nicht, was er darauf antworten sollte. Komplimente waren nichts, mit dem er umgehen konnte. Schon gar nicht, wenn es um seine Zeichnungen ging.
„Is nur‘n Hobby“, nuschelte er und richtete verlegen seine Brille.
Das Mädchen sah zu Lumi, der neben Mika saß und sie aufmerksam beobachtete.
„Der ist auch süß.“
Mika versteifte sich sofort, trat einen kleinen Schritt zur Seite und stellte sich schützend vor Lumi.
„Ist ein Hund.“
Das Mädchen blinzelte. Dann grinste sie.
„Ein Hund, der Brezeln klaut?“
Mika spürte, wie seine Ohren warm wurden.
„Er hatte Hunger.“
„Das sagen wahrscheinlich alle, die beim Klauen erwischt werden.“
Das Mädchen betrachtete Lumi noch einen Moment. Der Fuchs bemerkte ihren Blick, zwängte sic zwischen Mikas Beinen hindurch und setzte sich mit stolzer Brust hin – offensichtlich zufrieden mit der Aufmerksamkeit.
„Aber ich mag ihn“, sagte das Mädchen schließlich. „Und ich muss wieder zurück. Aber deine Zeichnungen sind wirklich gut.“
Mika senkte den Blick auf die Blätter in seiner Hand.
„Danke“, murmelte er. Seine Zunge stolperte kurz über das Wort, als wäre es ihr fremd.
Das Mädchen winkte zum Abschied und lief zurück zu ihrer Familie. Mika sah ihr gedankenversunken noch eine Weile nach. Ein Lächeln umspielte seine Mundwinkel.
Vielleicht sind Menschen doch nicht alle schlecht.
„Das ist eine überraschend vernünftige Erkenntnis.“
Ich bin voller überraschender Erkenntnisse.
„Zum Beispiel?“
Menschen teilen manchmal freiwillig Essen.
Mikas Lächeln verschwand.
„Lumi“, sagte er streng.
Der Fuchs sah ihn unschuldig an.
Was?
„Du bist einfach unglaublich.“
Inzwischen waren beide wieder bei ihrer Picknickdecke angekommen. Mika setzte sich und Lumi ließ sich zufrieden neben ihm nieder, als wäre es ein Kompliment gewesen. Sein Kopf ruhte auf Mikas Fuß.
Aber ich hatte recht. Menschen mit Brezeln sind meistens freundlich.
Mika schüttelte den Kopf.
„Das ist nicht die Lektion, die du daraus ziehen solltest.“
Lumi dachte kurz nach.
Schade.
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Das ist so, so, so eine süße Geschichte! Vielen Dank, Lisa, dass du dir ausgerechnet mein Etüdensommerpausenintermezzo dafür ausgesucht hast, sie ins Leben zu rufen! Und ja, genau für so eine Länge (oder länger) habe ich das Intermezzo mal gedacht.
Wirst du mit den beiden weiterschreiben? Ich hoffe, dass die Geschichte von Mika und Lumi auch deinen Kindern gefällt.
Danke dir dafür!
Herzliche Grüße, ich trag dich gleich ein 😉
Ob ich mit den beiden weiterschreibe, weiß ich noch nicht… Ich habe einfach zu viele Ideen und Projekte für zu wenig Zeit.
Aber ja, die Geschichte hat den Kinder gefallen. 🙂
Liebe Grüße, Lisa
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