
Kennt ihr das, wenn nach den Feiertagen eigentlich alles wieder normal laufen muss, sich aber noch nichts wirklich normal anfühlt? Uns fällt der Übergang zurück in den Schul- und Arbeitsalltag jedes Jahr aufs Neue schwer. Alles braucht seine Zeit, um sich wieder einzuspielen. Genau so war auch unser Januar: am Anfang ein bisschen holprig, aber rückblickend betrachtet mit erstaunlich vielen schönen Momenten und Erinnerungen. Welche das sind, erfahrt in meinem ersten Monatsrückblick des Jahres 2026.
Das haben wir diesen Monat unternommen
Anfang Januar zeigte sich der Winter von seiner schönsten Seite und mit genug Schnee für all die Dinge, die nur dann richtig Spaß machen: Schneemann bauen, Schneebälle werfen, die weiße Landschaft bestaunen und Rodeln. Im milden Elbtal kommt es tatsächlich nicht so häufig vor, dass die Bedingungen fürs Schlittenfahren passen. Entsprechend strömen an solchen Tagen gefühlt alle Dresdner Familien zu den wenigen geeigneten Hängen.
Wir waren an gleich zwei Tage bei den Hügeln der Waldschlösschenbrücke unterwegs. Trotz des Andrangs fand jeder eine halbwegs freie Spur. Und als meine Tochter keine Lust mehr hatte, konnten wir gleich noch ein weiteres seltenes Naturereignis bestaunen: Eisschollen, die gemächlich die Elbe entlangtrieben und zugefrorene Uferbereiche. So schön anzusehen!


Der Schnee verschwand fast so schnell, wie er gekommen war. Deshalb konnten wir das Wochenende danach für eine Wanderung in der Sächsischen Schweiz nutzen. Den Rauenstein besuchten wir im vergangenen Jahr schon ohne Kinder und dieses Mal waren wir als Familie dort. Ohne Nebel, dafür mit einer fantastischen Aussicht. Die kleine Runde von knapp 4,5 Kilometer ist perfekt für kalte Wintertage.
Ende Januar stand ein Besuch bei meinen Eltern in Görlitz auf dem Programm. Da die Schwimmhalle derzeit saniert wird, entschieden wir uns spontan für einen Tag im Tierpark. Der war so gut wie leer und unser Ausflug damit sehr entspannt.


Diese Events haben wir (bewusst) verpasst
- Dresden Cup: Den Wettbewerb für Synchroneislauf hätte ich mir gern angesehen. Da außer mir niemand so recht wollte und draußen der Schnee mit Sonnenschein gelockt hat, waren wir lieber Rodeln.
- DSC Turngala: Die Abteilungen Turnen und Sportakrobatik des DSC (Dresdner Sport Club) stellen sich mit einer spektakulären Show vor. Wir waren letztes Jahr dabei und absolut begeistert! In diesem Jahr passte es nicht mit unseren Wanderplänen in der Sächsischen Schweiz zusammen.
- tjg Familiensonntag: Mehrmals im Jahr öffnet das Theater Junge Generation ganz kostenlos seine Türen mit kurzen Aufführungen und vielen Mitmachangeboten. An diesem Wochenende waren wir allerdings in Görlitz. Aber die nächste Chance gibt es im März – da versuchen wir, wieder mit dabei zu sein.

Alltag zwischen Elbe, Schule und Zuhause
Die ersten Januartage standen ganz im Zeichen der Rückkehr in den Alltag. Irgendwie fiel es allen nach den Feiertagen und dem Jahreswechsel schwer, wieder in den gewohnten Rhythmus aus Schule und Arbeit zu finden.
Sehr präsent war bei uns auch mein an Silvester beendetes Buch. Die Kinder haben es abends nach und nach vorgelesen bekommen und ihre Anmerkungen dazu gegeben. Am Ende waren sie so begeistert davon, dass sie gerade dabei sind, eine passende Fortsetzung zu entwickeln. Ich habe das Gefühl, dass da bald wieder viel Schreibarbeit auf mich zukommt. 😉
Mit dem neuen Jahr haben wir zudem ein kleines Wochenend-Highlight eingeführt. Samstagabend picknicken wir im Wohnzimmer und danach dürfen die Kinder gemeinsam auf dem Sofa schlafen. Entstanden ist diese Lösung aus dem Wunsch nach einem gemeinsamen Schlafzimmer. Inklusive neuer Betten und Renovierungsplänen… Da ihre Schlafgewohnheiten allerdings nur bedingt kompatibel sind, ist das Sofa ein guter Kompromiss. Funktioniert bisher mal mehr, mal weniger gut. Ich bin gespannt, wie lange wir das beibehalten.
Mein Dresden-Moment des Monats
Meinen ganz persönlichen Dresden-Moment des Monats erlebte ich tatsächlich am letzten Arbeitstag. Nachdem ich die letzte Januarwoche schon im Umweltamt hospitiert habe, ging es am Freitag mit einem Kollegen vom Artenschutz in den Dresdner Zoo. Ein abgestorbener Baum sollte gefällt werden und wir durften mit einem Endoskop prüfen, ob Fledermäuse in den Asthöhlen wohnen.
Mit der Hebebühne ging es ordentlich in die Höhe. Das leichte Flattern im Magen habe ich heruntergeschluckt und mit einem festen Griff am Geländer in Schach gehalten. Den Moment, den Zoo mal von oben zu sehen, wollte ich mir nicht entgehen lassen.
Fledermäuse haben wir übrigens keine gefunden. Aber wer mit einem Ökologen im Grünen unterwegs ist, kommt so schnell nicht wieder ins Büro zurück. Und gewinnt ganz nebenbei viele neue Einblicke in Flora & Fauna.


Fazit & ein Blick nach vorn
Der Januar in Dresden war kalt, kurzzeitig weiß, dann wieder matschig und zum Schluss noch einmal weiß. Als könnte er sich nicht so richtig entscheiden, ob er jetzt Winter sein möchte oder nicht. Von dieser Unentschlossenheit haben wir uns nicht beeindrucken lassen.
Meine Tochter übt derzeit fleißig Handstand, weil sie sich in den Kopf gesetzt hat, zum Talentewettbewerb in der Schule Anfang Februar eine „Akrobatiknummer“ aufzuführen. Seitdem trainiert sie jeden Tag und macht beeindruckende Fortschritte. Mal wieder führt uns dieses kleine Mädchen vor, was sich mit Willensstärke alles schaffen lässt. Daumen hoch!
Ich nehme mir das gern auch für mein Buchprojekt zum Vorbild, denn die zweite Hälfte soll bald zu den Testlesern. Die Arbeit daran möchte ich nächsten Monat mit der Erstellung des Exposés und den ersten Kontakten zu Agenturen vorläufig abschließen.
Im Februar gibt es auch wieder Zeugnisse und die Ferien beginnen. Die Kinder verbringen ein paar Tage allein bei meinen Eltern (Yeah!) und anschließend fahren wir als Familie über ein verlängertes Wochenende mit dem Zug nach Liberec (2x Yeah!). Was ich bis jetzt erfolgreich ignoriere ist Fasching… aber bisher haben die Kinder auch noch nicht den Wunsch geäußert sich verkleiden zu wollen. Mal sehen, ob im Februar dann eine kurzfristige Kostümbeschaffung notwendig wird.
Und was sagen die Blogziele?
Mein Blog-Januar war richtig produktiv. Ich blicke auf 8 neue Beiträge und 21 spontane Kommentare bei anderen Blogs zurück. Meine Über mich Seite erstrahlt in neuem Glanz und alle Artikel bekommen jetzt nach und nach ein Inhaltsverzeichnis. Zusätzlich habe ich mir in einer spontan inspirierten Hau-Ruck-Aktion ein neues Logo gegönnt. Damit klopfe ich mir einmal selbst auf die Schulter und begrüße einen hoffentlich ebenso produktiven Februar.
Wie gelingt euch im Januar der Übergang zurück in den Alltag? Habt ihr kleine Rituale, die euch helfen wieder in den gewohnten Wochenrhythmus zurückzukommen? Erzählt gern davon in den Kommentaren.
Liebe Lisa,
vielen Dank, dass du uns so anschaulich durch euren Januar in Dresden mitgenommen hast! Ich kann total nachvollziehen, dass der Übergang nach den Feiertagen etwas holprig ist – bei uns ist das oft ähnlich. Besonders schön finde ich eure kleinen Rituale, wie das Wohnzimmer-Picknick und das gemeinsame Schlafen auf dem Sofa – das klingt nach einer richtig gemütlichen Familienzeit. Und der Blick hinter die Kulissen im Zoo mit dem Endoskop – einfach spannend!
Ich wünsche euch, dass der Februar genauso viele schöne Momente bereithält und das Buchprojekt weiterhin gut vorankommt.
Liebe Grüße
Saskia Katharina
Hallo Saskia Katharina,
vielen Dank für deinen Kommentar. Ich finde es beruhigend, dass wir nicht die einzigen sind, die den Jahresanfang als anstrengend empfinden.
Ich wünsche dir auch ganz viele zauberhafte Tage im Februar.
Liebe Grüße, Lisa
Oh ja, der Januar war echt kalt! So kalt, das ich auch bewusst aber nicht gewollt ein Event verpasst habe, dem ich immer noch ein bisschen hinterhertrauere! Aber bei all dem Glatteis und dem Schneetreiben an dem Abend war die Fahrt zum Konzert einfach zu gefährlich!
Aber davon mal abgesehen gab’s auch ein paar schöne Momente! Mit vielen tollen Spielen (hab auch ein paar bei dir entdeckt) und Kuschelstunden mit dem Hündchen!
Mal gucken, ob uns der Februar noch lange in seinem eisigen Griff haben wird! Ich für meinen Teil bin jedenfalls bereits für die ersten Schneeglöckchen!
Liebe Grüße
Jana
Liebe Jana,
das geht mir ganz genauso. Auch ich kann den Frühling kaum erwarten.
Allerdings kann der sich gern noch 1 Woche Zeit lassen, bis die Ferien bei uns vorbei sind. 🙂
Viele Grüße, Lisa
Liebe Lisa,
wenn ich mir die Bilder anschaue, dann ist sicher noch einiges an Eis seit deinem Artikel dazu gekommen.
Der Winter hat, besonders den Norden noch fest im Griff. Was aber auch wunderschöne Erlebnisse gestaltet, wann erleben die Kids das mal?
Auf dein Buchprojekt bin ich sehr gespannt und wünsche ganz viel Erfolg.
Liebe Grüße, Katja
Liebe Katja,
tatsächlich war es hier in Dresden zwar kühl im Februar, aber nicht mehr so richtig winterlich wie im Januar.
Zumindest ist der Schnee einen Tag später wieder weggetaut.
Wir haben aber aus der Ferne den Frost im Norden bewundert. Vor allem die zugefrorene Ostsee war wunderschön anzusehen.
Viele Grüße, Lisa
Liebe Lisa,
beim Lesen deines Rückblicks bin ich gleich bei zwei Momenten hängen bleiben: dem Schnee und dem Zoobesuch. Wir haben ja wirklich selten solche Winter, in denen plötzlich alles möglich ist. Rodeln, Schneemann bauen, einfach draußen sein. Und die Eisschollen auf der Elbe stelle ich mir unglaublich schön vor.
Der Ausflug in den Zoo hat mich auch angesprochen, vor allem der Blick von oben und dieser kleine Nervenkitzel auf der Hebebühne. Solche unerwarteten Perspektiven bleiben einem ja oft besonders im Kopf. Ich hätte da aber auf jeden Fall gegen meine Angst ankämpfen müssen. Höhe ertrage ich nur bedingt.
Den Übergang in den Alltag lasse ich übrigens genauso auf mich zukommen wie du. Ich brauche da kein festes Ritual, sondern eher ein bisschen Geduld, bis sich alles wieder einpendelt.
Einen zauberhaften Februar wünsche ich dir und sende liebe Grüße,
Mo
Liebe Mo,
vielen Dank für deinen Kommentar.
Tatsächlich kämpfe ich auch immer etwas mit der Höhe, aber so eine Chance lasse ich mir nicht entgehen.
Und ich musste feststellen, dass es bei mir erst richtig schlimm wird, wenn es höher hinaus geht, als auf Baumhöhe.
Liebe Grüße, Lisa
Habe schon seit einigen Jahren keinen Schnee mehr gesehen… aber wenn ich deinen Beitrag so lese, vermiss ich Schlittenfahren schon ein bisschen… Klingt als hättet ihr alles in allem einen schönen Jänner gehabt.
Drücke dir (bzgl. deines Buchprojektes) und deiner Tochter (bzgl. des Talentwettbewerbes) ganz fest die Daumen!
LG,
Vici
Liebe Vici,
auch wir waren sehr überrascht von dem vielen Schnee. Normalerweise ist das Elbtal eher mild den ganzen Winter über.
Vielen Dank fürs Daumen drücken – zumindest der Talentewettbewerb war schon ein großer Erfolg. 🙂
Viele Grüße, Lisa