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Alles neu in 2026 – Blogumzug von Blogger zu WordPress

Blogumzug von Blogger zu WordPress - symbolisch den Relauch starten
Symbolisch für den „Blog-Relaunch“ (In Wirklichkeit drückt meine Tochter hier auf den Klingelknopf einer Straßenbahn – sorgt auf jeden Fall auch für Aufmerksamkeit)

Habt ihr gute Vorsätze für das Jahr 2026? Ich gehöre ja eher zum Typ Ziele statt Vorsätze. Das ist meiner Meinung nach etwas konkreter und besser umsetzbar. Ein Ziel ist irgendwann erreicht, für einen Vorsatz muss man sich permanent motivieren, bis er zur Routine wird. Sie ziehen sich oft wie ein nie ganz ausgepackter Umzugskarton durch das ganze Jahr.

Meist überlege ich mir Anfang Dezember, was ich mir im neuen Jahr so vornehme – dieses Mal stand ein Blogumzug von Blogger zu einem selbstgehosteten WordPress-Blog ganz oben auf meiner Liste.

Da ich aber ich bin und gern meine großen inneren Motivationsschübe nutze, blieb es nicht bei der Planung. Noch am 25. Dezember wurde die neue Domain angemeldet, einen Tag später konnte ich mit der Umsetzung beginnen und nur zwei Tage später war die erste – noch unperfekte – Version des neuen Blogs online. Wie gut, dass ich zwischen den Jahren etwas mehr Zeit habe. So konnte ich den Großteil dieses Projektes am Stück durchziehen. Andernfalls hätte sich der Umzug deutlich länger gezogen. Umso schöner war es meinen Jahresrückblick 2025 direkt als ersten Artikel im neuen Zuhause veröffentlichen zu können.

Warum dieser Blogumzug für mich unumgänglich war und wie ich das umgesetzt habe, könnt ihr hier nachlesen. Hilfe hatte ich keine, aber ich habe mich an folgenden zwei Anleitungen orientiert: dem 7-Schritte Plan von blogmojo und dem Anfängerleitfaden von wpbeginner.

Gründe für den Blogumzug zu WordPress

Ganz ehrlich? In erster Linie ging es um die Sichtbarkeit. Da kann ich mir für die eigene Motivation noch so oft einreden, dass ich den Blog nur für mich selbst schreibe – als digitales Fotoalbum, um mich in ein paar Jahren noch gut an unsere Erlebnisse erinnern zu können. Und das stimmt ja auch. Der Blog ist und bleibt genau das: unsere Reisen, unsere Geschichten und unsere Erinnerungen.

Und doch habe ich mich mit jedem veröffentlichten Blogartikel immer öfter gefragt, was wäre, wenn ich mit meinen Artikel auch andere Menschen erreichen könnte. Was wäre, wenn ich jemandem da draußen einen wertvollen Tipp mitgeben oder eine andere Person sogar inspirieren kann? Ist das zu egoistisch, oder nur der logische nächste Schritt auf dem eigenen Blogweg? Und woher kommt der Wunsch nach Sichtbarkeit eigentlich? Fragen, die mich lange beschäftigt haben.

Am Ende blieb die Erkenntnis, dass ich mich mit meinen Texten nicht länger verstecken möchte. Ende September wagte ich den Weg zu Instagram, einer Social Media Plattform, die ich bisher nur vom Namen her kannte. Nach gerade mal drei Monaten folgen mir dort mehr als 700 Konten. Ich schreibe bewusst Konten, denn mit Sicherheit stecken nicht 700 echte Menschen dahinter. Und doch fühlt sich dieses Vernetzen und Sichtbarwerden gut an. Es ist ein inspirierender Verstärker, der mich auch bei der Arbeit am Blog enorm beflügelt.

Eigentlich wäre ich vollkommen zufrieden damit gewesen, mein Blogger-Dasein bei Blogger fortzuführen und mich dort im Rahmen der Möglichkeiten kreativ auszutoben. Aber die Tatsache, dass mein Blog von Tag 1 an bei Google quasi nicht indexiert wurde – ausgelöst durch einen hartnäckigen Umleitungsfehler – führte letztlich zu der Entscheidung eines Blogumzugs. Ich hatte viel zu viel Zeit damit verbracht zu googlen, warum Google meinen von Google gehosteten Blogger-Blog nicht listet. Diese Zeit hätte ich viel lieber ins Schreiben investiert.

Blogumzug von Blogger zu WordPress - Screenshot Google Search Console nicht indexierte Seiten
So deprimierend hat mich die Google Search Console jedes Mal begrüßt…

Vielleicht war es damit auch eine Kombination aus zwei Wünschen: das Thema Indexierung endlich abhaken zu können und die Hoffnung, dass meine Beiträge im Internet überhaupt gefunden werden können. Was ich dann aber bei WordPress bekam, war allerdings noch so viel mehr. Warum ich diesen Schritt nicht schon früher gegangen bin? Ach ja richtig… aus Angst, dass das Bloggen nur eine kurze Phase sein könnte. Da war die kostenlose Variante bei Blogger doch erst einmal auch die sicherere Variante.

Rückblickend betrachtet ist so ein Blogumzug deutlich weniger kompliziert, als zunächst befürchtet. Alles, was es braucht, ist ein bisschen Zeit und die Motivation, sich in die unendlichen WordPress-Weiten einzuarbeiten.

Ablauf des Blogumzugs

Ein Blogumzug funktioniert im Großen und Ganzen wie ein Umzug im realen Leben auch. Folgende Schritte standen an:

  1. Eine neue Wohnung finden
    Klar, wenn man sich für einen selbstgehosteten WordPress-Blog entscheidet, braucht man einen Webhosting-Anbieter. Quasi den Vermieter des Blogs. Mit dem Unterschied, dass der Blog mir gehört, während unsere Mietwohnung weiterhin Eigentum der Wohnungsgenossenschaft bleibt. Das Angebot an Webhostern ist so gigantisch, dass man Stunden damit zubringen könnte, die verschiedenen Anbieter miteinander zu vergleichen. Ich habe mich für All-Inkl.com entschieden, weil viele andere Blogger gute Erfahrungen damit gemacht haben. Außerdem haben sie ihren Sitz in Sachsen – nicht zwingend relevant, aber sehr sympathisch.
  2. Den Mietvertrag unterschreiben
    Nach der Entscheidung für den Anbieter, konnte ich den Tarif auswählen und meine Domain registrieren. Statt Schufa-Abfrage, gab es hier eine Identitätsprüfung mit Personalausweis, die ganz unkompliziert online erledigt werden konnte. Von Anmeldung über Prüfung bis zur Freischaltung und der Installation von WordPress vergingen weniger als 24 Stunden. Überraschend schnell für die Weihnachtsfeiertage.
  3. Die neue Wohnung herrichten
    Nun bekommt man beim Blogumzug nicht gleich eine fertige Wohnung präsentiert, sondern hat mehr eine Art Rohbau, den man nach seinen Wünschen gestalten kann. Auch wenn ich mich zunächst in die Software einarbeiten musste, hat mir dieser Teil besonders viel Spaß gemacht. Die Möglichkeiten sind im Vergleich zu Blogger enorm. Ich war – und bin jedes Mal auf’s Neue – schwer begeistert davon, wie detailliert Einstellungen vorgenommen werden können und wie einfach Dinge wie ein Cookie-Banner integriert werden können.
  4. Die alten Möbelstücke wieder aufbauen
    Der ganze alte Hausrat, also alle bereits veröffentlichten Blogartikel, sollte natürlich mit umziehen. Da bei WordPress vieles sehr einfach geht, gibt es dafür ein Plugin – allerdings importiert die kostenlose Version nur 20 Blogartikel. Tja, auch Umzugsfirmen sind teuer. Da ich zum Glück noch nicht viel mehr Beiträge geschrieben hatte, konnte ich den Rest per Copy-Paste übertragen. Und zack, standen die alten Möbelstücke in meiner neuen Wohnung.
  5. Die neue Wohnung einrichten
    Das ist – wie im echten Leben – der anstrengendste Teil. Jeder Blogartikel musste manuell noch einmal angefasst werden, um Layout, Kategorien, URL oder SEO-Themen zu berichtigen. Die interne Verlinkung wollte überprüft werden und einige Bilder kamen ohne Alt-Texte an. Das war weniger kreative Arbeit und deutlich mehr Fleißarbeit – und definitiv der zeitaufwändigste Teil des gesamten Blogumzugs. Vor allem optisch sind die alten Artikel noch weit entfernt von perfekt. Aber sie bleiben jetzt erst einmal so. Für 2026 habe ich mir ohnehin vorgenommen, einige Beiträge zu aktualisieren. In dem Zug werde ich mich auch direkt um das Layout kümmern.
  6. Sich in der neuen Wohnung einleben
    WordPress ist unglaublich vielseitig. Unzählige Plugins erleichtern mir die Arbeit und sparen Zeit beim Schreiben neuer Artikel. Allein die Möglichkeiten beim Einfügen der Bilder sind der absolute Wahnsinn! Ich kann mehrere Fotos hochladen und die Software sortiert sie mir zu einem schönen Gruppen-Layout. So werde ich bestimmt noch viele kleine Funktionen entdecken, die mir jedes Mal vor Augen halten, dass dieser Blogumzug die richtige Entscheidung war.
Blogumzug von Blogger zu WordPress - Vergleich zum realen Umzug 2021 mit zwei Kleinkindern
im Gegensatz zu unserem realen Umzug mit zwei Kleinkindern im Jahr 2021 war der Blogumzug ein Kinderspiel

Neuer Blog – neuer Titel

Ein Blogumzug ist die perfekte Gelegenheit, einige grundlegende Dinge zu überdenken. So wurde aus Abenteuerzeit mit Kindern nun Abenteuerzeit Familienreise. Da der Blog jetzt doch (etwas unerwartet) ein langfristiges Hobby wird, braucht er einen Titel, der auch in Zukunft noch passt. Denn die Kinder werden schließlich älter – erst Teenager und dann Erwachsene. Wenn ich also jetzt schon mit dem Blog umziehe, dann möchte ich mir nicht in ein paar Jahren wieder über den Namen Gedanken machen müssen.

Auch der Claim hat sich verändert. Gemeinsam die Welt entdecken war gestern – heute läuft hier alles unter dem Motto Reisegeschichten quer durch Europa. Zum einen positioniere ich mich damit deutlicher, denn Fernreisen sind hier bei uns aktuell kein Thema. Solange es in Europa noch so viele wunderschöne Ecken zu entdecken gibt, habe ich wenig Lust, 10 Stunden und länger im Flugzeug zu sitzen. Zum anderen macht der Begriff Reisegeschichten deutlich, dass es hier keine klassischen Reiseführer-Artikel geben wird.

Natürlich findet ihr auch weiterhin Informationen zu Anreise und Unternehmungen. Aber der Fokus liegt darauf, von unseren Erlebnissen zu erzählen und euch gedanklich mitzunehmen. Fakten gibt es zur Genüge bei KI-Programmen – aber eine persönliche und unterhaltsame Reise gibt es derzeit nur handgeschrieben auf Blogs.

Wie geht es jetzt weiter?

Auch wenn ich zwischen Weihnachten und Silvester viel Zeit in die Optik der neuen Webseite investieren konnte, bleiben noch einige kleineren und größeren Baustellen. Manche Dinge lassen sich sicher schnell lösen, andere dürfen noch ein wenig in meinem Kopf reifen. In den nächsten Tagen werde ich auf jeden Fall einen weiteren Beitrag veröffentlichen, in dem ich mir Aufgaben und Ziele für 2026 setze.

Denn mit dem neuen Blog möchte ich auch ein paar neue Dinge wagen: mehr Artikel veröffentlichen, deren Themen sich auch mal weniger ums Reisen und mehr ums Bloggen drehen. Mehr Persönlichkeit zeigen. Mehr von unserem Alltag erzählen, der hinter den vielen Reisegeschichten steckt. Mehr bloggen um zu schreiben und weniger um Reiseziele „abzuarbeiten“.

Außerdem werde ich mich jedes Mal, wenn ich einen Blick in die Google Search Console riskiere, freuen. Bereits 1! Tag, nachdem die neue Webseite online ging, bekam ich die Rückmeldung, dass die Seite im Internet gefunden wurde. Gefunden… Das fühlte sich im ersten Moment total unwirklich an. Nach einem Tag ging auf einmal etwas, was vorher 6 Monate lang nicht ging. Das wird mir in 2026 noch lange ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Und dann werde ich genau das machen, was ich schon seit Juni 2025 mache: sehen, wohin mich die Reise führt.

Blogumzug von Blogger zu WordPress - Screenshot Google Search Console nach Umzug auf WordPress inklusive Impressionen und Klicks
einen offiziellen Bericht zur Indexierung gibt es noch nicht – aber die Anzahl der Impressionen spricht eine eindeutige Sprache

Jetzt, wo ich euch in mein neues Wohnzimmer eingeladen habe, dürft ihr euch gern setzen. Ich koche Tee – schwarz, grün oder Kräuter, je nach Stimmung. Alle Kaffeetrinker haben leider Pech, denn eine Kaffeemaschine habe ich nämlich nicht im Haus. Selbst wenn, würde euch mein Kaffee mit Sicherheit nicht schmecken – da bin ich echt unfähig. Und dann dürft ihr mir gern erzählen, ob ihr auch schon einen Blogumzug hinter euch habt. Oder ihr verratet mir als kleines Gastgeschenk, auf welches WordPress-Plugin ihr unter keinen Umständen verzichten würdet.

Und falls ihr gar nichts mit Blogs am Hut habt, erzählt mir gern, was euch beim Umziehen am meisten nervt: Kisten packen, Möbel schleppen oder das Einrichten danach?



6 Gedanken zu „Alles neu in 2026 – Blogumzug von Blogger zu WordPress“

  1. Liebe Lisa,
    danke dir für diesen ehrlichen und nahbaren Einblick in deinen Blogumzug. Beim Lesen habe ich mich an meinen eigenen Umzug erinnert gefühlt.
    Auch bei mir war es kein kompletter Neustart, sondern eher ein Weiterentwickeln. Ursprünglich bin ich von einem Wiki zu einem Blog mit Joomla gewechselt und später
    kam dann auch noch der Domainwechsel von blind.in.nurzen.de zu Blindfuchs.de dazu.
    Gerade diese Mischung aus Technik, Bauchgefühl und dem Wunsch nach mehr Freiheit kenne ich nur zu gut. Dein Beitrag zeigt sehr schön, dass so ein Umzug
    nicht nur ein technisches Projekt ist, sondern auch ein persönlicher Schritt. Ich wünsche dir ganz viel Freude mit deinem neuen WordPress-Blog und bin
    gespannt, wie sich alles weiterentwickelt!
    LG
    Stephan

    1. Hallo Stephan,
      das ist ja ein spannender Weg, den du da mit Blindfuchs.de gegangen bist. Es freut mich, dass ich dich ein bisschen mit meinem Beitrag daran erinnern konnte.
      Danke dir für die guten Wünsche – ich bin selbst auch sehr gespannt, wohin die Blogreise noch geht.

      Liebe Grüße, Lisa

  2. Liebe Lisa,

    herzlichen Glückwunsch zu deinem erfolgreichen Blogumzug! Du kannst echt stolz auf dich sein und klasse, wie super du die Herausforderung gemeistert hast.

    Bei mir war es damals ähnlich. Ich habe auch bei Blogger angefangen, dann kam das Schreckgespenst der DSGVO und ich bin auch zu WordPress umgezogen. Und ich muss sagen, ich liebe es, dass es über WordPress viel flexibler ist als mit Blogger.

    Ganz viel Freude mit deinem Blog, weiterhin viel Erfolg und ich freue mich schon auf viele weitere Beiträge von dir.

    Liebe Grüße Mo

    1. Liebe Mo,

      danke dir für deinen Kommentar und deine Erfahrungen zu dem Thema. Ich kann dir nur zustimmen – der Funktionsumfang bei WordPress haut mich wirklich vom Hocker. Alles ist viel leichter und WordPress nimmt mir auch sehr viel Arbeit ab. Da kann ich mich auf das Wesentliche konzentrieren, nämlich auf das Schreiben. 🙂 Es wird also noch viele Artikel in nächster Zeit geben…

      Viele Grüße, Lisa

  3. Hallo Lisa,

    bei mir lief es genauso wie bei Mo! Ich war auch erst ca. 4 Jahre auf Blogger und als dann das DSGVO-Schreckgespenst vor einigen Jahren vor der Tür stand, musste ich auch handeln und bin dann bei WordPress gelandet! Bis auf den einen kleinen Sicherheitsfehler vor ein paar Wochen hatte ich auch nie Probleme und werde sie hoffentlich auch nie wieder haben!

    Übrigens hatte ich damals auch den Blognamen geändert und so wurde aus Jaimees Welt -> Simplyjaimee!

    Ich wünsche dir viel Freude mit deinem neuen WordPress-Baby! Und ich bin schon gespannt, welche Ziele Ihr in 2026 umsetzen werdet!

    Liebe Grüße
    Jana

    1. Hallo Jana,
      spannend zu lesen. Es kommt mir fast so vor, als wären alle, die noch NICHT mit ihrem Blog mal umgezogen sind, in der Unterzahl.
      Danke dir, bis jetzt bin ich noch top motiviert. Und gespannt, wie lange das noch anhält 🙂

      Liebe Grüße, Lisa

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