
Irgendwo in Amsterdam zwischen Grachten und Gassen hat mich eine Frage eingeholt, mit der ich nicht gerechnet hatte. Nicht als großer Moment der Erkenntnis, nicht als großes Feuerwerk mit Blitz und Donner. Sondern einfach so, mitten in der Stadt, während ich wieder mal durch eine Straße lief, die ich eigentlich gar nicht geplant hatte zu sehen.
Ich war allein unterwegs. Fünf Tage ging es für mich komplett ohne Familie auf Dienstreise. Und weil niemand auf mich wartete und niemand etwas von mir wollte, konnte ich einfach laufen. Und laufen. Und noch weiter laufen. Ich konnte nachmittags spontan mit dem Zug nach Zandvoort aan Zee ans Meer und abends wieder zurück in die Stadt fahren. Danach ging es noch ins Anne Frank Museum. Die Tickets hatte ich am Vortag einfach kurzfristig gebucht, weil mir danach war. Bis zu 40.000 Schritte bin ich am Tag gelaufen. Vor der Messe, auf der Messe, nach der Messe. Und kein einziges Mal stellte sich das Gefühl ein: Jetzt reicht es. Stattdessen nur: Amsterdam am Abend ist so schön.
Genau das hat mich stutzig gemacht. Warum kann ich nicht aufhören? Warum fahre ich nicht einfach ins Hotel zurück, lege mich mit einem Buch aufs Bett und lasse den Abend entspannt ausklingen? Und was treibt mich eigentlich an?
Der erste Verdacht: Ist das FOMO?
FOMO – Fear of Missing Out, also die Angst, etwas zu verpassen. Der Begriff ist inzwischen so allgegenwärtig, dass er fast schon abgenutzt auf mich wirkt. Viel zu groß, viel zu nichtssagend und viel zu inflationär benutzt. Vielleicht war es deshalb der erste Gedanke, der mir zu meinen Fragen in den Sinn kam.
FOMO kennst du vielleicht aus dem Reisealltag: das Gefühl, dass du unbedingt auf diesen einen Aussichtspunkt musst, weil alle anderen dort waren. Dass du die zehn bekanntesten Sehenswürdigkeiten abhaken musst, bevor du eine Stadt wieder verlässt. Dass du abends nicht ins Hotel gehen kannst, weil noch so vieles auf deiner ewig langen Liste steht. Es ist das Gefühl, getrieben zu werden von der Vorstellung, etwas wichtiges verpassen zu können, das du später bereuen wirst. Im schlimmsten Fall endet es damit, dass du mehr damit beschäftigt bist, Fotos für Instagram zu machen, als tatsächlich zu erleben, was vor dir liegt.
Und wenn ich ehrlich bin, sieht das, was ich in Amsterdam gemacht habe, durchaus danach aus. Ich hatte eine lange Liste mit Orten. Ich wollte auf Teufel komm raus auch bei Nebel und Wind einen Nachmittag ans Meer fahren. Ich hatte spontane Abendpläne, die sich erst kurz vorher ergeben haben, weil ich unterwegs neue Inspiration erhalten habe. Ist das nicht genau die Angst, etwas zu verpassen, verkleidet als Abenteuerlust?
Aber je länger ich darüber nachgedacht habe, desto weniger hat es für mich gestimmt. Denn ich habe in Amsterdam nie das Gefühl gehabt, etwas tun zu müssen. Zu keinem Zeitpunkt verspürte ich innere Unruhe, oder Druck, oder gar ein schlechtes Gewissen, wenn ich etwas ausgelassen habe. Die Erklärung FOMO passte einfach nicht zu dem, was ich tatsächlich erlebt hatte.

Was FOMO ist – und was nicht
Stell dir vor, du stehst vor einer Sehenswürdigkeit, die du eigentlich gar nicht so interessant findest. Aber alle waren dort, sie steht in jedem Reiseführer und ohne sie fühlt sich der Urlaub für dich irgendwie unvollständig an. Also gehst du hin, machst das Foto und hakst den Punkt ab. Nicht weil du es wolltest, sondern weil du Angst hattest, es im Nachhinein zu bereuen.
Das war nicht das, was ich in Amsterdam erlebt habe.
Meine Liste mit Orten diente mir als Orientierung und nicht als Pflicht. Ich schaute morgens drauf und überlegte: Worauf habe ich heute Lust? Für welchen kleinen Ausflug passt heute das Wetter? Manchmal hielt ich daran fest, aber viel öfter haben sich meine Prioritäten verschoben. Da ich allein unterwegs war, gab es keine Verpflichtungen, keinen Druck und kein schlechtes Gewissen bei mir, wenn etwas nicht klappte.
Der Ausflug nach Zandvoort aan Zee ist dafür ein gutes Beispiel. Von Anfang an war klar, dass ich einen Nachmittag ans Meer fahren würde. Man könnte das als Pflichtprogramm bezeichnen. Aber für mich war es das nicht. Es ging nicht darum, einen Punkt auf meiner Liste abzuhaken. Es ging nicht darum, ein schönes Foto vom Sonnenuntergang zu machen – auch wenn ich das gern mitgenommen hätte. Es ging mit die ganze Zeit darum, das Meer zu riechen, die Wellen zu hören und einen Moment der Stille zu finden, der meine Gedanken zur Ruhe kommen lässt.
Hätte ich den Ausflug bereut, wenn das Wetter besser gewesen wäre und ich länger geblieben wäre? Auf keinen Fall. Und habe ich ihn bereut, weil es kalt, nebelig und windig war und ich nach einer Stunde wieder gegangen bin? Auch nicht. Am Ende war es genau richtig so.
Das ist kein FOMO. Das ist etwas anderes.

Was mich im Urlaub wirklich antreibt
Je länger ich darüber nachgedacht habe, desto klarer wurde mir: Es ist nicht die Angst, die mich vorwärtstreibt. Es ist die Neugier.
Das ist übrigens auch der Grund, warum ich als introvertierte Person trotzdem immer wieder aufbreche. Nicht weil ich muss, sondern weil ich will. Wie ich dabei meinen Energiehaushalt im Blick behalte, habe ich hier ausführlich beschrieben.
Das klingt vielleicht nach einer kleinen spitzfindigen Unterscheidung. Ist es für mich aber nicht. Angst ist ein negatives Gefühl, das dich schubst. Neugier ist ein positives Gefühl, das dich zieht. Der Unterschied liegt also nicht im Ergebnis – in beiden Fällen läuft man durch Amsterdam bis die Füße wehtun – sondern im Gefühl dabei. Fast ein bisschen wie Engelchen und Teufelchen, die auf deiner Schulter sitzen. Während die Neugier fragt: Was ist da wohl um die nächste Ecke? flüstert die Angst dir zu: Was, wenn du es nicht siehst? Wer wispert dir Worte ins Ort?
In Amsterdam hat mich kein einziger Moment negativ angetrieben. Kein „ich muss das noch sehen“. Kein „sonst verpasse ich es“. Nur das Gefühl, dass mich Orte emotional so anzogen, wie eine Pflanze, die sich der Sonne zuwendet. Ich wollte die Atmosphäre der Stadt in mich aufsaugen. Ich wollte verstehen, wie Amsterdam sich anfühlt und nicht nur wie es aussieht. Und wenn mir abends spontan nach einem Museumsbesuch war, dann einfach weil ich Lust darauf hatte. Egal ob es auf meiner Liste stand oder nicht.

Woher kommt das eigentlich? Eine Spurensuche
Vielleicht lohnt sich ein Blick zurück.
Meine Eltern waren, was Urlaub betraf, absolute Gewohnheitstiere. Jeden Sommer die Ostsee, im Herbst das Fichtelgebirge, im Winter das Zillertal. Immer dieselben Orte, immer dasselbe Programm. Für mich als introvertierte Person war das damals eigentlich ideal – vertraute Abläufe, wenig neue Reize, viel Zeit zum Herumliegen und Lesen. Ich habe das genossen. Wirklich.
Aber wenn ich heute versuche, mich an diese Urlaube zu erinnern, merke ich: Was hängengeblieben ist, sind die Ausreißer. Der Winter, in dem so viel Schnee lag, dass wir eingeschneit waren und eine ungeplante Wanderung machten. Der Sommer, in dem ich andere Kinder getroffen habe, die mir bei einer schwierigen Stelle im Pokémon-Spiel geholfen haben. Die Reise nach Paris zur Jugendweihe – auf dem Tour Montparnasse, auf dem Platz vor der Sacré-Cœur, wo ich eine neuen Tasse kaufte, die noch heute in meinem Schrank steht. Der Städtetrip nach Paris war so schön, dass ich mich wie verrückt darüber gefreut habe, ihn 2025 mit den Kindern wiederholen zu können.
Nicht weil die anderen Urlaube schlecht waren. Sondern weil gerade die Besonderheit von Momenten Erinnerungen schafft, die mir im Gedächtnis bleiben. Das ist kein Vorwurf an die Vergangenheit. Es ist einfach eine Erkenntnis, zu der ich erst mit der Zeit gekommen bin.
Dann kamen die eigenen Reisen
Mit meinem Mann kamen die ersten wirklich eigenen Reisen. Kreta, Mallorca, Side in der Türkei. Und plötzlich gab es Erinnerungen, die ich nie vergessen werde. Die Rafting-Tour mit eiskaltem Wasser. Der Fisch am Green Lake, den wir bestellten, während alle anderen das Hähnchen nahmen und enttäuscht waren. Die Kalkterrassen von Pamukkale.
Mit den Kindern kamen noch einmal Unmengen ganz anderer Erfahrungen dazu. Der erste Familienurlaub auf Mallorca mit All-inclusive war mehr gut gemeint als erholsam, denn ich hatte meinen inneren Drang nach Abenteuern unterschätzt. Ein Jahr später ging es für uns dann durch Schweden mit dem Zug. Und wieder diese Erinnerungen, die bleiben: der Regenschauer in der Astrid-Lindgren-Värld, das Tretboot in Malmö, Midsommar mit tanzenden Schweden, das kleine rote Ferienhaus im Småland oder das Baden mitten in Stockholm an einem kleinen Stadtstrand.
Ich habe mich weiterentwickelt. Ich habe ein klareres Bild davon bekommen, wie ich reisen möchte und was mir dabei wirklich wichtig ist. Das ist kein Entweder-oder, sondern ein Prozess. Und Amsterdam war vielleicht der Moment, in dem ich das zum ersten Mal so deutlich gesehen habe. Weil es das erste Mal war, dass ich ganz allein und nur für mich unterwegs war.
Und selbst wenn es FOMO wäre
Irgendwann zwischen Amsterdam und dem Schreiben dieser Gedanken habe ich aufgehört, mir die Frage zu stellen, ob es FOMO ist oder nicht. Nicht weil ich keine Antwort gefunden hätte, sondern weil ich gemerkt habe, dass sie mir eigentlich gar nicht so wichtig ist.
Selbst wenn es die Angst etwas zu verpassen gewesen wäre, die mich durch die Amsterdamer Gassen trieb und mich zu spontanen Abendplänen verleitete – sie bringt mir wundervolle Erinnerungen. Sie bringt mir Momente, die ich nicht vergessen werde. Sie bringt mir das Gefühl, wirklich unterwegs gewesen zu sein.
Und am Ende kommt es immer auf die eigene Einstellung an. Auf das, was man vom Reisen erwartet. Für mich bedeutet Reisen nicht, faul am Strand zu liegen und ein Buch nach dem anderen zu lesen. Das ist auch schön, aber es ist momentan nicht das, was mich antriebt. Mich bewegt die Welt da draußen. Die Neugierde darauf, was hinter der nächsten Ecke wartet.
Während ich im Urlaub oft gar nicht genug bekommen kann, freue ich mich am Ende überraschend stark auf Zuhause. Warum sich gerade der letzte Urlaubstag für mich so besonders anfühlt, habe ich hier aufgeschrieben: Die Magie des letzten Urlaubstages.
Und gleichzeitig frage ich mich, wie viel davon bleibt, wenn die Kinder dabei sind. Wenn nicht ich entscheide, welche Gasse wir nehmen, sondern wir uns einigen müssen. Wenn die Neugier nicht nur meine ist, sondern sich mit vier verschiedenen Interessen, vier verschiedenen Energielevels und vier verschiedenen Hungergefühlen mischt. Ich glaube, die Neugier bleibt, aber sie bekommt eine andere Form. Sie wird langsamer, bunter, lauter und sehr oft auch anstrengender. Aber sie verschwindet nicht. Vielleicht verteilt sie sich einfach auf mehr Schultern, mehr Augenpaare und mehr Perspektiven.

Ob das jetzt FOMO ist oder Fernweh – ich öffne dankend meine Arme für beides. Zumindest heute in diesem Moment. Denn Menschen verändern und Prioritäten verschieben sich. Vielleicht bedeutet Reisen für mich oder meine Familie in zehn Jahren etwas völlig anderes. Aber im Moment ist es genau das: die unendlich große Neugier auf die Welt da draußen.
Reisen bedeutet für mich nicht, jeden Tag voll auszunutzen. Es bedeutet, bewusst zu entscheiden, was ich mitnehmen möchte und was nicht. Wie das im Familienurlaub konkret aussieht, habe ich hier aufgeschrieben: Introversion trifft Familienurlaub – im Spannungsfeld zwischen Abenteuer und Rückzug.
Und du? Was treibt dich an, wenn du reist? Pflichtprogramm, Neugier oder doch ein bisschen Angst etwas zu verpassen?

Ich kann dich sehr gut verstehen!
Ich bin sehr eher introvertiert, aber auch sehr gerne unterwegs. Und wir haben sogar noch die Parallele, dass wir in der Kinderheit auch immer am gleichen Ort waren.
Manchmal ist es faszinierend, was sich so für Parallelen zeigen. 🙂
Danke, dass du das mit mir geteilt hast und dass ich so aufmerksam auf deinen tollen Blog geworden bin.
Liebe Grüße
Lisa
Danke dir für deine lieben Worte zu meinem Blog! Freut mich sehr das zu lesen!
Und gaaaanz viel Spaß auf Island! Reykjavik ist niedlich, aber die Inseln generell einfach ein Traum!!!
Pingback: Letzter Urlaubstag: Warum ich mich immer auf zu Hause freue
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Liebe Lisa,
das spricht mir so aus der Seele! Gerade dieser Punkt mit dem „Abhaken“ von Sehenswürdigkeiten vs. echtem Erleben ist so ein schmaler Grat. Man ertappt sich ja doch immer wieder dabei, wie man durch den Feed scrollt und denkt: „Mist, wir haben den versteckten Wasserfall verpasst.“
Dabei sind es doch genau diese ungeplanten Momente – wenn man einfach mal zwei Stunden länger im Café hängen bleibt oder die Kids ewig an einem Stein rumbasteln – die am Ende hängen bleiben. Ein richtig schöner Reminder, dass der Urlaub uns gehören sollte und nicht dem Algorithmus. Danke für den ehrlichen Einblick!
Ich schreibe derzeit auch sehr viel über das Thema FOMO und JOMO, Slowtravel und Genuss.
Liebe Grüße, Katja
Liebe Katja,
jetzt musste ich erst einmal kurz googlen, was JOMO ist. Aber das klingt auch nach etwas, das mir gefallen könnte. 🙂
Am Ende ist es egal, wie man es nennt – das wichtigste ist, wie ich finde, dass wir uns nicht zu sehr von den Erwartungen Anderer beeinflussen lassen.
Liebe Grüße, Lisa
Ich war mit meinen Eltern einmal an der Ostsee, ansonsten ging es nur – in unregelmäßigen Abständen – nach Thüringen, um meine Verwandtschaft zu besuchen! Was ich von der Welt gesehen habe, fand entweder auf Klassenfahrten oder später mit Töchterchen statt!
Ich kenne diese FOMO! Aber dabei geht’s auch weniger darum, alle wichtigen Sehenswürdigkeiten abzuklappern, sondern eher so viel wie möglich aktiv zu sein! Im Urlaub ist das Hotezimmer zum Schlafen da, nicht für den Aufenthalt tagsüber! Da will ich Dinge erleben, die ich in meinem kleinen Dorf nicht erleben kann!
PS: Aber über 40.000 Schritte habe ich noch nie zusammengebracht! Zumindest nicht, seit ich einen Schrittzähler dabei habe!
Liebe Grüße
Jana
Die 40.000 Schritte waren auch das absolute Maximum an einem Tag. Die anderen Tage waren es „nur“ 30.000 😉
Und die kamen tatsächlich ziemlich schnell zusammen. Das erste Viertel schon bevor der Messetag überhaupt startete mit einer wundervollen Wanderung entlang der Natur am Amsterdamer Stadtrand. Das zweite Viertel auf der Messe selbst und dann einen ganzen Abend durch die wundervollen Grachten.
Zugegeben, am nächsten Tag war ich mehr als froh, neun Stunden nur im Zug zu sitzen. 🙂
Liebe Grüße, Lisa
Liebe Lisa,
dein Text nimmt einen sehr leisen, fast unauffälligen Einstieg und entwickelt daraus eine richtig starke innere Reise. Genau dieses langsame Hineinrutschen in die Frage, warum man eigentlich so viel läuft, so viel sehen will und so wenig einfach stoppt, funktioniert sehr gut als roter Faden.
Besonders gelungen finde ich die Unterscheidung zwischen FOMO und Neugier. Du machst das nicht abstrakt, sondern sehr greifbar über konkrete Situationen in Amsterdam und Zandvoort aan Zee. Dadurch bleibt es nahbar und nachvollziehbar, statt theoretisch zu wirken. Man merkt beim Lesen, dass du wirklich aus dem Moment heraus reflektierst und nicht im Nachhinein eine passende Erklärung konstruierst.
Auch die Rückblende auf frühere Reisen gibt dem Ganzen Tiefe, weil deutlich wird, dass dieses „Unterwegssein“ kein zufälliger Zustand ist, sondern sich über Jahre entwickelt hat. Das macht deine Schlussgedanken über Reisen mit Familie dann noch spannender, weil sie die Perspektive bewusst offen lassen.
Viele Grüße
Saskia Katharina
Liebe Saskia Katharina,
ich danke dir für deinen lieben Kommentar und das Teilen deiner Gedanken dazu.
Viele Grüße, Lisa
Liebe Lisa,
ich kannte FOMO bis eben tatsächlich noch gar nicht und musste beim Lesen schmunzeln, weil ich vom Typ her eher der gemütliche Stubenhocker bin. Nicht, weil ich ungern draußen bin, sondern weil mich oft andere Gedanken vom längeren Reisen abhalten. Trotzdem hatte ich einmal richtig starkes Fernweh, nämlich als ich mich in Portugal verliebt habe. In Lagos, dort wo sich Atlantik und Mittelmeer treffen, haben wir uns einfach treiben lassen und kaum Pläne gemacht, und genau das hat sich so frei angefühlt. Beim Lesen deines Textes habe ich dieses Gefühl wiedererkannt, dieses Ziehen, das nicht aus Angst entsteht, sondern aus echter Neugier. Deshalb kann ich deine Beschreibung von Amsterdam total nachvollziehen.
Liebe Grüße
Mo
Liebe Mo,
ich bin immer wieder darüber fasziniert, wie es manche Orte schaffen, uns einfach in ihren Bann zu ziehen.
Und dass am Ende der Ort vielleicht sogar austauschbar ist, weil es vielmehr um das Gefühl geht, das in uns ausgelöst wird – wie bei dir die Freiheit.
Danke dir, dass du diese Erinnerung hier geteilt hast. 🙂
Viele Grüße, Lisa